IHK 2021

IHK-Handelsreport Ruhr 2021

Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet

IHK Handelsreport

Als Grundlage für den IHK-Handelsreport Ruhr wurde im Zeitraum von Oktober bis November 2020 eine Erhebung aller Einzelhandelsbetriebe mit einer Verkaufsfläche von mindestens 650 m² („650+“) in den sechs IHK-Bezirken des Ruhrgebiets durchgeführt. Die Untersuchung erstreckte sich damit nicht nur auf das Gebiet des Regionalverbands Ruhr (RVR), sondern auch auf den Kreis Kleve und den Märkischen Kreis.

Überblick: Das Wichtigste zuerst

Insgesamt gab es seit 2018 nur wenig Veränderung bei den Verkaufsflächen ab 650 m², auch die Anzahl der Betriebe und die Leerstandsquote blieben stabil. Infolge der Covid-19-Pandemie gab es Umsatzzuwächse bei Nahversorgern, Bau- und Gartenmärkten, Möbelhäusern und Fahrradhändlern – aber auch große Probleme beim innerstädtischen Fashionhandel.

Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Ein Jahr nach dem 1. Lockdown – Trends und strategische Entwicklungsperspektiven“ lautete das Thema des IHK-Handelsforums Ruhr der Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet am 12. März 2021. Bei der Veranstaltung stellten die sechs Industrie- und Handelskammern des Ruhrgebiets den neuen Handelsreport Ruhr vor, den sie alle zwei Jahre erstellen. Der Report lieferte reichlich Stoff für die Diskussion über die Zukunft der Innenstädte, die über 120 Handelsexperten und Stadtplaner beim IHK-Handelsforum Ruhr online führten.

Gewinner und Verlierer von Covid-19

Die Corona-Pandemie hat große Auswirkungen auf die Handelslandschaft – auch im Ruhrgebiet: Während der Lebensmitteleinzelhandel Umsatzzuwächse verzeichnen konnte, musste der stationäre Handel gerade bei zentrenrelevanten Sortimenten starke Rückgänge verbuchen.

Weiterlesen

Lebensmittelmärkte, allen voran die Supermärkte, haben von der Sondersituation profitiert: Ihre Umsätze sind 2020 in Deutschland um rund 8 % gestiegen, wenn auch insgesamt eher nicht als Folge von „Hamsterkäufen“, sondern aufgrund der zeitweise geschlossenen Gastronomie. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass die Schutzmaßnahmen auch zu erhöhten Kosten geführt haben, etwa für Hygieneschutz und zusätzliches Personal.

Rewe, DM, Aldi, Herten

Rewe, DM, Aldi, Herten

 

 

Bau- und Heimwerkermärkte haben ebenfalls eine Sonderkonjunktur erlebt und konnten im allein 1. Halbjahr 2020 ein Umsatzwachstum von rund 16 % verzeichnen. Im Bereich Möbel und Einrichtungsbedarf führte der Trend zum „Home Office“ zu einer höheren Nachfrage nach Büromöbeln für den privaten Bereich. Weil viele Menschen aus Angst vor Ansteckung die Nutzung des ÖPNV meiden, wird mehr Fahrrad gefahren. Aber auch sonst gewinnt Radfahren als Freizeitbeschäftigung an Bedeutung. Zusammen mit dem Wachstumstreiber E-Bike führt dies zu deutlich gesteigerten Umsätzen bei den Fahrradhändlern.
In der Flächenentwicklung der Branche zeichnet sich dieser Trend für das Ruhrgebiet noch nicht ab. Allerdings bilden größere Fahrradgeschäfte („650+“) nur einen Teil des Segments ab, während Spezialisten und serviceintensive Anbieter häufig mit kleineren Flächen auskommen.


In der Verkaufsflächenbilanz zeigt sich für typische Innenstadtsortimente wie Bekleidung, Schuhe und Sport („Fashion“) bereits ein Rückgang. Es werden auch konkrete Fälle bekannt, an denen sich die Folgen der extremen Frequenz- und Umsatzverluste durch die Lockdowns in 2020 zeigen: Der im Ruhrgebiet mit Filialen in Bottrop, Dorsten, Kleve und Wesel vertretene Modeanbieter Mensing musste Ende 2020 Insolvenz anmelden, konnte aber immerhin zum 1. Januar 2021 von Sinn („Das macht Sinn“) übernommen werden. Ten have hat – nach eigener Darstellung als Folge der Corona-Situation – Mitte 2020 in der Dinslakener Neutor Galerie geschlossen. Anfang 2021 meldeten auch die Adler Modemärkte Insolvenz an, die im Ruhrgebiet elf Standorte mit insgesamt rund 26.000 m² Verkaufsfläche betreiben.

Gesamtstruktur und Veränderungen

Der Höhepunkt der Verkaufsflächenexpansion ist offenbar erreicht. Im Saldo ist die Fläche seit 2018 um 22.000 m² zurückgegangen.

Verkaufsfläche „650+“ sinkt trotz starken Discounter-Wachstums leicht auf rund 7,0 Mio. m²

Die Zahl der Betriebe mit mindestens 650 m² Verkaufsfläche („650+“) ist seit 2018 per Saldo um 11 auf 3.723 gestiegen, die Verkaufsfläche hingegen um 22.000 m² auf rund 7,03 Mio. m² gesunken. Damit hat sich in den letzten beiden Jahren auf den ersten Blick nicht viel verändert.


Die Anzahl der Betriebe ist seit der ersten Erhebung 2001 stetig angestiegen, jedoch hatte sich der Zuwachs zuletzt stark verlangsamt. Zugleich sind die Verkaufsflächen nach einer längeren Wachstumsphase, die nur 2013/14 infolge der Insolvenz der Baumarktketten Praktiker und Max Bahr unterbrochen wurde, leicht rückläufig.

Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

 

Verkaufsfläche „650+“: Ein kleiner Anteil der Betriebe deckt drei Viertel der Fläche ab
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Auf Basis der aktuellen kommunalen Einzelhandelskonzepte und der flächendeckenden Erhebung aller Betriebe ab 650 m² Verkaufsfläche („650+“) im Ruhrgebiet lässt sich auf die Gesamtdimension der Einzelhandelsstruktur in der Region schließen. Mit rund 9,63 Mio. m² ist die Verkaufsfläche seit 2009 (rund 9,35 Mio. m²) insgesamt nur um rund 3 % gewachsen, während der Anteil der Betriebe ab 650 m² mit rund 73 % nahezu unverändert geblieben ist.


Insgesamt decken die strukturprägenden Einzelhandelsbetriebe („650+“), die nur 11 % aller Betriebe im Ruhrgebiet ausmachen, rund drei Viertel der gesamten Verkaufsfläche ab. Dies spiegelt auch den deutschlandweiten Trend wider, dass zumeist filialisierte strukturprägende Anbieter weiterhin ein Verkaufsflächenwachstum verzeichnen, während der zumeist inhabergeführte Einzelhandel sich vielerorts zurückzieht.

Verkaufsfläche „650+“: Nahversorger, Möbelhäuser, Baumärkte und Gartencenter dominieren im Branchenmix
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Lebensmittelmärkte belegen im Schwerpunkt Verkaufsflächen zwischen 800 und 2.000 m² und erreichen insgesamt ein knappes Drittel der gesamten Verkaufsfläche „650+“. Dagegen handelt es sich bei Möbelhäusern, Bau- und Gartenmärkten häufig um sehr viel größere Einheiten. Hinzu kommt, dass Baumärkte und Gartencenter meist große Kalthallen oder Außenverkaufsflächen haben, die hinsichtlich ihrer Flächenproduktivität nicht mit anderen Sortimentsbereichen vergleichbar sind.


Rund 510.000 m² potenzieller Verkaufsflächen „650+“ (soweit erkennbar) stehen gegenwärtig leer.

Bei genauerem Hinsehen: Große strukturelle Unterschiede innerhalb der Region

Die Dominanz der drei großen Segmente Nahrungs- und Genussmittel, Möbel/Einrichtung und Bau/Garten zeigt sich in allen Teilen der Region. In Städten mit besonders hohem Möbelanteil (vor allem Bottrop, Herne, Hamm) ist dies meist auf einen einzelnen Großanbieter zurückzuführen. In ländlich strukturierten Gebieten (vor allem Kreis Kleve) zeigt sich ein besonders hoher Anteil an Gartencentern.

Die Segmente Fashion und Elektro fallen hingegen besonders in den Großstädten ins Gewicht, da dies die klassischen Leitbranchen in den Einkaufsstädten sind.

 

Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

 

Auffällig ist die regional unterschiedliche Ausprägung des Leerstands: Während Hagen, Oberhausen und Bochum Leerstandsquoten von mehr als 10 % erreichen, liegt diese im Kreis Unna mit nur rund 2 % sehr viel niedriger.


Rund 510.000 m² potenzieller Verkaufsflächen „650+“ (soweit erkennbar) stehen gegenwärtig leer.

Veränderungen 2018 – 2020 im Detail

Flächenwachstum gibt es gegenwärtig nur noch an Nahversorgungsstandorten, während in den Innenstädten und in Shoppingcentern vor allem Verkaufsflächen für Bekleidung, Schuhe und Elektro rückläufig sind.
Warenhäuser und SB-Warenhäuser verlieren weiter an Bedeutung, während Fachmärkte, Verbrauchermärkte („große Supermärkte“) und Discounter einen deutlichen Flächenzuwachs verzeichnen.
Leistungsstarke Lebensmittel- und Drogeriemärkte haben als „Frequenzanker“ Kauf- und Warenhäuser an vielen Standorten abgelöst, die aber als flächengrößte Fashionanbieter immer noch Leitbetriebe sind.

Auffälligste Veränderungen im Zeitraum 2018-2020

Bezeichnend für den Untersuchungszeitraum (2018-2020) sind meist nicht die großen Neuansiedlungen. Vielmehr haben sich zahlreiche, an der Gesamtdimension der Einzelhandelsstrukturen im Ruhrgebiet gemessen, eher unauffällige Veränderungen ergeben, deren wesentliche Merkmale sich wie folgt beschreiben lassen:

Insgesamt 146 Neueröffnungen von Betrieben „650+“ führen zu rund 190.000 m² zusätzlicher Verkaufsfläche. Wie zuvor bereits festgestellt, betrifft ein sehr großer Teil davon auch Standorte, die als Ersatz kleinerer und auf dasselbe Einzugsgebiet ausgerichteter Nahversorger zu bewerten sind. Aber es gab auch „echte“ Neueröffnungen, etwa den Edeka-Markt in Altena, Aldi in Goch oder TK Maxx in Dorsten.

Viele bereits vorhandene Betreiber haben ihre Verkaufsflächen am bisherigen Standort ausgebaut: So wurden in 111 festgestellten Einzelfällen auf diesem Weg rund 146.000 m² zusätzliche Verkaufsfläche geschaffen. Dies war nahezu ausschließlich ein Thema für Lebensmittel-Supermärkte und -Discounter. Dabei wurden in den meisten Fällen nur maximal wenige Hundert Quadratmeter geschaffen.

In vielen Fällen wurden auch Betriebe aufgegeben und deren Verkaufsflächen zu vorläufigen Leerständen. Auf diesem Weg wurden allein 123 Objekte mit (potenziell) 213.000 m² vom Markt genommen. Prominente Beispiele sind Galeria Kaufhof in Essen, Dortmund und Witten sowie die Modehäuser Boecker in Essen und Röther in Bochum. Eine Reduzierung ergibt sich auch etwa durch den Umzug des Möbelmitnahmemarktes Hardi in Bochum in das Haupthaus von Möbel Hardeck. Weitere Flächenabgänge ergaben sich infolge der Nachnutzung aufgegebener Handelsimmobilien durch Fitnessstudios, Wohnungen oder Sozialeinrichtungen bzw. durch den Abriss der Objekte.

Die Einzelhandelsstrukturen im Ruhrgebiet haben sich jedoch nicht nur hinsichtlich ihrer Verkaufsflächen verändert. In vielen Fällen wird der Wandel auch an Betreiberwechseln sichtbar, die sowohl innerhalb der bisherigen Branche als auch hin zu anderen Sortimenten stattfanden: So wurde aus Toys R Us in einigen Fällen Smiths Toys, aus Dursty Getränkemärkten Hoffmann und aus Discountern wurden Biomärkte (und umgekehrt). Weiterhin wechselten bei einigen inhabergeführten Supermärkten von Edeka und Rewe die Betreiber. Als Nachnutzer von zu klein gewordenen Lebensmittelmärkten finden sich in einigen Fällen Nonfood-Discounter, vor allem Action.

Fachmärkte, Discounter und Verbrauchermärkte legen zu
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Bei genauerem Hinsehen wird jedoch erkennbar, dass sich hinter den nur geringen Veränderungen durchaus einige stärkere Trends verbergen: Eindeutige Gewinner nach Verkaufsflächen sind demnach Fachmärkte und Lebensmitteldiscounter sowie zuletzt auch Verbrauchermärkte. Während sich der über lange Jahre sehr starke Zuwachs der Fachmärkte mittlerweile abgeschwächt hat, erweitern Lebensmittelmärkte weiterhin ihre Verkaufsflächen. „Große“ Supermärkte mit mindestens 1.500 m² Verkaufsfläche ersetzen zunehmend „kleine“ Supermärkte. Bei den Discountern vergrößerten allein Aldi, Lidl und Netto ihre Fläche zusammen um mehr als 40.000 m².


Auch ohne direkten Einfluss der Corona-Pandemie zählt damit die Lebensmittelbranche insgesamt zu den Flächengewinnern im Ruhrgebiet, aber auch die Drogeriemärkte dm und Rossmann wachsen immer stärker in die hier erfasste Größenordnung ab 650 m² hinein.

Innenstädte und Nebenzentren, aber auch Fachmarktstandorte verlieren Fläche
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Auffälliger Flächengewinner sind – abseits von Innenstädten, Nebenzentren und Fachmarktstandorten – die „sonstigen Standorte“. Hierbei handelt es sich meist um Nahversorgungsstandorte, die nicht die städtebaulichen oder funktionalen Voraussetzungen für eine Einstufung als zentrale Versorgungsbereiche erfüllen. An dieser Stelle zeigt sich sehr deutlich ein seit vielen Jahren anhaltender Strukturwandel: Lebensmittelmärkte wachsen in die Großflächigkeit (ab 800 m² Verkaufsfläche), finden aber in den gewachsenen Stadt- und Stadtteilzentren nicht immer geeignete Grundstücke oder Mietobjekte. Alternative Standorte, die zumeist dasselbe Einzugsgebiet abdecken, aber aus Sicht der Stadtplanung oft ungeeignet sind, werden regelmäßig zum Gegenstand kontroverser Diskussionen und nicht selten langwieriger gerichtlicher Auseinandersetzungen. Insofern spiegeln die Zahlen für die „sonstigen Standorte“ das Ergebnis eines offenbar nur verzögerten, jedoch kaum aufzuhaltenden Trends wider.

Krise der Kauf- und Warenhäuser: Eine Chance für gute Standorte

Das Problem der Warenhäuser wird an strukturell guten Standorten zunehmend auch als Chance gesehen. Es müssen nicht zwingend Betreiber aus dem Einzelhandel sein, die die meist mehrgeschossigen Großimmobilien nachnutzen. Vielmehr zeigt sich, dass die Zukunft häufig in einer breiteren Mischung aus sehr unterschiedlichen Angeboten liegt. So entstand anstelle des ehemaligen Horten-Warenhauses in Hamm das Kultur- und Bildungszentrum „Heinrich-Kleist-Forum“ mit Stadtbibliothek, Fachhochschule und Volkshochschule. In Lünen wurde das ehemlige Karstadt-Gebäude zunächst zurückgebaut und zur attraktiven innerstädtischen Wohnanlage in zentraler Lage am Markt umgestaltet. Mit den „Neuen Höfen Herne“ wird das ehemalige Karstadt-Haus unter Bewahrung historischer Bestandtteile zu gemischtgenutzten City-Immobilie mit Flächen für Büros, Gastronomie, Einzelhandel und Fitness.

 

Auch die Immobilienwirtschaft hat diesen Trend erkannt und sieht Quartiersentwicklungen inzwischen als eigene Asset-Klasse.

 

 

Markt, Lünen

Markt, Lünen

 

 

Unter dem Stichwort „Wohnen über dem Supermarkt“ wird in den größeren Städten ein weiterer Trend deutlich: Wohnraum ist knapp und teuer und der städtebauliche Anspruch an Nahversorger steigt. Lebensmittelmärkte sollen zudem zentral und siedlungsintegriert liegen, ohne allzu viel Fläche in Anspruch zu nehmen. So entsteht beispielsweise in Bottrop-Eigen ein Nahversorgungszentrum mit Supermarkt und Drogeriemarkt im Erdgeschoss sowie Wohnen im ersten und zweiten Obergeschoss.

Nahversorgungsflächen sind seit 2010 deutlich gewachsen, regionale Unterschiede haben sich aber kaum verändert

Die Verkaufsflächen von Lebensmitteldiscountern, Supermärkten und Verbrauchermärkten sind seit 2010 stetig gewachsen, sowohl absolut als auch im Verhältnis zur Bevölkerungszahl: Je Einwohner*in stehen 2020 rund 0,31 m² zur Verfügung, 2010 waren es noch 0,26 m². Weiterhin erreicht der Kreis Kleve mit 0,38 m² je Einwohner*in den Spitzenwert (0,33 m² in 2010), aber auch der nördliche und östliche Teil des Ruhrgebiets steht nach diesem Indikator kaum zurück. Auf der anderen Seite ergeben sich im Kernraum des Untersuchungsgebietes zwischen Duisburg und Hagen nahezu flächendeckend Werte von weniger als 0,3 m² je Einwohner*in, insbesondere in Bottrop, Gelsenkirchen und Bochum.

Regional ausstrahlende Fachmarktstandorte haben sich etabliert
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Mit einem Anteil von rund 40 % an allen Verkaufsflächen („650+“) prägen Fachmärkte nahezu aller Nonfood-Branchen die Einzelhandelsstrukturen des Ruhrgebiets inzwischen sehr deutlich. Abgesehen von den meist sehr großen Baumärkten, Gartencentern und Möbelhäusern wird das Angebot vor allem von discountorientierten Anbietern für Bekleidung, Schuhe und Sport sowie von Spezialisten für einzelne Sortimentsbereiche geprägt, so etwa Teppiche, Fahrräder und Babybedarf.

 


KronenbergCenter, Essen


Viele Fachmarktstandorte – an denen es meist auch zusätzlich Lebensmittel- und Drogeriemärkte gibt – haben sich aus anfangs eher nicht systematisch geplanten Gewerbegebieten entwickelt und sind im Laufe der Jahre zu regional ausstrahlenden Einkaufszielen geworden. Größter Standortbereich dieser Art des gesamten Ruhrgebiets ist weiterhin der Dortmunder Indupark mit allein rd. 92.000 m² Verkaufsfläche und 28 Anbietern („650+“), gefolgt von der Altendorfer Straße in Essen und dem Bereich Fredi-Ostermann-Straße in Witten. Typischerweise gibt es an diesen Fachmarktstandorten Möbelhäuser sowie Bau- und Gartenmärkte, die ergänzt werden um Lebensmittelmärkte und kleinere Spezialanbieter.

Shoppingcenter

Innenstädte und Shoppingcenter müssen auf die Veränderungen am Markt reagieren. Allerdings haben nur die zentral gemanagten Shoppingcenter die Möglichkeit, eine regelmäßige Optimierung ihrer Nutzungsstruktur durchzuführen und fehlende Handelsmieter durch Gastronomie, Freizeit- und Dienstleistungsangebote zu ersetzen.

Shoppingcenter haben offenbar ihre Wachstumsgrenze erreicht

Ruhrpark, Bochum

 

Nach einer im Ruhrgebiet sehr dynamischen Phase zwischen 1990 und 2015 wurden zuletzt keine neuen Shoppingcenter mehr entwickelt. Der Schwerpunkt liegt mittlerweile auf Modernisierung und Umgestaltung („Refurbishment“) sowie in einigen Fällen auf einer Neupositionierung. Denn nicht immer gelingt es, verlorene Mieter durch vergleichbare zu ersetzen und dadurch den Branchenmix zu erhalten. Bisweilen kommt es auch zu erheblichem Leerstand, so etwa in der Volme-Galerie in Hagen.

In Einzelfällen gab es größere Umstrukturierungen und Erweiterungen. Die angekündigte Großinvestition in das Rhein-Ruhr-Zentrum in Mülheim an der Ruhr (rund 200 Mio. €) signalisiert Aufbruchstimmung, auch soll Ankermieter Karstadt am Standort bleiben. Unklar bleibt aber für alle Shoppingcenter in der „Lockdown“-Situation Anfang 2021, mit welcher Nutzungsstruktur in Zukunft geplant werden kann. In den kommenden Jahren dürften viele Handelsflächen durch Gastronomie- und Freizeitnutzungen ersetzt werden.

Der „Marler Stern“ ergänzt sein bisheriges Angebot seit Herbst 2020 um ein „Fashion-Outlet“, das nach dem „Pre-Opening“ im September 2020 mit mittlerweile 13 Stores noch keine strategische Dimension erreichte, aber bis Sommer 2021 bereits 90 Markengeschäfte bieten und damit der größte Fabrikverkauf in NRW werden will.

Die aktuelle Untersuchung zeigt, dass dieser absehbare Strukturwandel im Ruhrgebiet noch nicht sehr fortgeschritten ist. Nach dem EHI Shopping-Center Report 2020 liegt der Einzelhandelsanteil unter den Mietern der größten Einkaufszentren mehrheitlich über 90 %, lediglich im CentrO (Oberhausen), im Marler Stern (Marl), im Mercator Center (Duisburg), im Allee-Center (Altenessen) und im City Point (Bochum) finden sich bereits etwas höhere Gastronomie- und Dienstleistungsanteile.

Als eine der wenigen Neuplanungen bietet das Viktoria Karree in der Bochumer City neben Einzelhandel vor allem Flächen für Dienstleistungen, Gastronomie, öffentliche Einrichtungen und ein Hotel. Das funktionsgemischte Quartier ist eines von mehreren Projekten auf Basis des Integrierten Stadtentwicklungskonzepts (ISEK) und damit Teil der langfristigen Innenstadtstrategie.

Für die zahlreichen kleineren Center im Ruhrgebiet ist ein Nahversorgungsschwerpunkt wichtiger denn je, um die Frequenz auch bei einem Ausfall von Fashion-Mietern aufrecht zu erhalten.

Kaufkraft

Wachstumsimpulse sind bei insgesamt unterdurchschnittlichem Kaufkraftniveau (rund 95 % vom Bundesdurchschnitt) und stagnierender Bevölkerungsentwicklung im Ruhrgebiet vor allem für den Onlinehandel zu erwarten. Es zeigen sich jedoch erhebliche Unterschiede zwischen kaufkraftstarken und -schwachen Kommunen sowie noch wachsenden Großstädten (Essen, Dortmund) und peripheren Räumen (vor allem Märkischer Kreis).

Einzelhandelsrelevantes Kaufkraftniveau insgesamt leicht unter Bundesdurchschnitt, aber große regionale Unterschiede

Die Niveauunterschiede bei der einzelhandelsrelevanten Kaufkraft sind im Ruhrgebiet erheblich und bewegen sich zwischen 78 % (Kranenburg) und 118 % (Herdecke, Schalksmühle).


Hinzu kommt, dass als Folge des immer stärkeren Onlinehandels die im stationären Einzelhandel ausgegebenen Anteile weiterhin stetig zurückgehen werden und es wohl kein „Zurück“ zur Situation vor Corona geben wird. So erwartet beispielsweise das IFH Köln einen Anstieg des Onlinehandels in Deutschland von rund 80 Mrd. € (2020) auf rund 103 bis 141 Mrd. € (2024).
Die Bevölkerungszahl im Ruhrgebiet (einschließlich des Kreises Kleve und des Märkischen Kreises) ist von Anfang 2018 bis Anfang 2020 um rund 5.000 auf 5,83 Mio. Einwohner*innen gesunken. Damit erscheint der vorübergehende Aufwärtstrend insgesamt gebremst, allerdings ohne eindeutige Tendenz. Während vor allem der Märkische Kreis und der Kreis Recklinghausen Einwohner*innen verloren haben, konnten Dortmund, Hagen und der Kreis Kleve noch wachsen. Bis 2025 erwartet Statistik NRW einen weiteren Rückgang um 0,4 % bzw. rund 23.000 Einwohner*innen. Aus dem demographischen Wandel allein ergeben sich daraus für die Region keine wesentlichen Veränderungen für das einzelhandelsrelevante Kaufkraftpotenzial.


Weiterer Bestimmungsfaktor für das Kaufkraftniveau im Ruhrgebiet sind die aus dem verfügbaren Einkommen der Haushalte abgeleiteten Pro-Kopf-Ausgaben für Einkäufe. Während der 2010er-Jahre vergrößerte das Wirtschaftswachstum für die meisten Verbraucher*innen die finanziellen Spielräume, allerdings nahm auch die Spannbreite zwischen einkommensstarken und sozial schwachen Haushalten zu. Bei vorsichtiger Schätzung muss damit gerechnet werden, dass die direkten und mittelbaren Folgen der Corona-Pandemie nicht nur auf die „Konsumlaune“ drücken, sondern auch das Einkaufsbudget der Verbraucher*innen schmälert. Verlässliche Prognosen sind allerdings auf Basis der aktuellen Daten schwierig.
Im Ergebnis ist mittelfristig ein nur wenig verändertes Marktpotenzial für den Einzelhandel im Ruhrgebiet zu erwarten. Bei vorsichtiger Übertragung der aktuellen Prognosen für Deutschland lässt sich 2021 in der Region ein Gesamtumsatz von rund 39 Mrd. € erwarten, davon rd. 4,5 bis 5 Mrd. € im Onlinehandel.

Leerstand

Leerstand ist bisher noch kein gravierendes Problem, betrifft aber vor allem die Innenstädte. Die Folgen des Corona-Lockdowns bleiben abzuwarten.

Leerstandsquote insgesamt auf unkritischem Niveau
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Die auf die Verkaufsfläche bezogene Leerstandsquote im Ruhrgebiet hat sich seit 2010 insgesamt leicht erhöht und bewegte sich zuletzt bei rund 7 %, einem nicht auffällig hohen Wert. Dabei gab es immer wieder Schwankungen, etwa 2013/14 nach der Insolvenz der Baumarktketten Max Bahr und Praktiker, als nach der Schließung aller Märkte vorübergehend einige sehr großen Leerstände zu verzeichnen waren. Zuletzt wirkte sich dämpfend auf die Quote aus, dass auch Objekte vollständig „vom Markt genommen“ wurden, also durch andere Nutzungen als Einzelhandel belegt oder abgerissen wurden.

Innenstädte weitaus stärker von Leerstand betroffen als Nahversorgungs- und Fachmarktstandorte

Bei genauerer Betrachtung zeigt sich, dass die Leerstandsquoten in den Innenstädten deutlich höher sind als in Fachmarktzentren oder Standorten einzelner Fachmärkte. Auch Nahversorgungszentren und Nebenzentren sind offenbar deutlich weniger von Leerstand betroffen.

Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Ins Gewicht fallen in einigen Innenstädten Schließungen von Kauf- und Warenhäusern. Da jedoch davon auszugehen ist, dass viele Objekte nur noch teilweise oder gar nicht mehr als Handelsimmobilien nachgenutzt werden, wird sich die potenzielle Gesamtfläche in den Innenstädten voraussichtlich weiter reduzieren, nicht zuletzt als Folge des boomenden Onlinehandels und des Corona-Lockdowns.

Corona-Folgen für die Innenstädte noch nicht am Leerstand messbar
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Die Grenzen des Verkaufsflächenwachstums zeigen sich auch bereits in den zentralen Versorgungsbereichen, die bis zuletzt noch stetig gewachsen waren. Vor allem bei kleineren Innenstädten und Nahversorgungszentren werden Funktionsverluste an einem Rückgang der Lebensmittelflächen erkennbar, die aber an anderen Standorten (außerhalb der planerisch besonders erwünschten zentralen Versorgungsbereiche) stark gewachsen sind.


Zum Zeitpunkt der Erhebungen (Herbst 2020), vor allem während des „Shutdowns light“ im November und verstärkt seit dem „Lockdown“ ab Mitte Dezember, haben die Innenstädte mit deutlichen Frequenz- und Umsatzrückgängen gegenüber dem Vorjahr zu kämpfen. In Ausnahmefällen gibt es bereits dadurch ausgelöste Schließungen größerer Einzelhandelsbetriebe.

Unternehmen

Die Konzentration auf wenige größere Unternehmen ist in allen Branchen erkennbar, vor allem bei Lebensmitteln und Drogeriebedarf. Aber auch bei Bekleidung, Schuhen und Sport decken die TOP 10 der Anbieter inzwischen zwei Drittel der Verkaufsflächen ab, während es im Bereich Möbel/Einrichtung, Bau- und Gartenmarkt nur gut ein Drittel sind.

Nahversorgungsstandorte benötigen mehr Fläche und gelten weiterhin als sichere Investition
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

 

In keinem anderen Marktsegment ist der Konzentrationsprozess soweit fortgeschritten wie bei den Nahversorgungsstrukturen. Die flächengrößten „TOP 10“ der Betreiberformate decken fast 90 % des Angebots ab. Eine weitere Verdichtung ist in Folge der Übernahme von Real-Standorten durch Wettbewerber zu erwarten.


Der Trend zur Modernisierung von Standorten und zu insgesamt größeren Verkaufsflächen wird vorläufig anhalten. Auch wenn die von Aldi-Süd in Mülheim eröffnete „größte Filiale der Welt“ mit rund 2.000 m² eher die Ausnahme bleiben dürfte, sind Neuplanungen mittlerweile in den allermeisten Fällen großflächig.
Bereits vor Corona wurde diese Entwicklung von der gestiegenen Nachfrage der letzten Jahre getrieben. Zudem gelten Investitionen in diese Immobilienkategorie weiterhin als vergleichsweise sicher und rentabel. Eine bedeutende Veränderung zeichnet sich zudem mit der Zerschlagung der lange Zeit dominierenden SB-Warenhauskette Real ab, deren Standorte nach der Genehmigung durch das Bundeskartellamt von Wettbewerbern wie Kaufland, Globus und Edeka übernommen werden sollen. Von den 27 Real-Standorten im Ruhrgebiet steht – ersten Informationen zufolge – schon zum Februar 2021 die Umwandlung in Kaufland in Bochum-Wattenscheid, Moers und Hamm-Heessen bevor.
Auch der tägliche Bedarf – Lebensmittel und sonstige „Fast Moving Consumer Goods“ – werden zunehmend online bestellt und an immer mehr Standorten auch in relativ kurzer Zeit ins Haus geliefert. Das insgesamt noch kleine, aber stark wachsende Marktsegment des Online-Lebensmittelhandels hat zuletzt deutlichen Aufwind durch die Pandemiesituation erfahren.


Die Expansion des Edeka-Kooperationspartners Picnic aus den Niederlanden schreitet weiter deutlich voran: Zu den mittlerweile 13 Hubs zählen im Ruhrgebiet die Städte Duisburg, Moers, Essen, Gelsenkirchen, Herne, Bochum und Kamen, in 2021 werden diese ergänzt um Dinslaken und Oberhausen. Nach eigenen Angaben gibt es im Ruhrgebiet bereits eine Million Kund*innen.

Bei Fashion haben Warenhäuser immer noch einen hohen Anteil, Discountformate holen aber auf
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

 

Zwei Drittel des Marktsegments Fashion (Bekleidung, Schuhe, Sport) repräsentieren die „TOP 10“-Anbieter nach Verkaufsfläche „650+“. Trotz Schließung einzelner Standorte stehen die Warenhäuser von Galeria Karstadt Kaufhof – erstmals zusammengefasst – mit deutlichem Abstand an der Spitze. Während die langjährig etablierten Filialisten C&A, H&M und P&C in der Summe auf eine vergleichbare Dimension kommen, erreichen discountorientierte Formate wie KiK, TK Maxx, Adler und Primark mittlerweile zusammen ebenfalls einen gewichtigen Marktanteil.

Möbel, Baumarkt und Garten: Wenige große „Player“ und nach wie vor viel Mittelstand

 

Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

Das Segment Wohnen/Einrichtungsbedarf wird beherrscht von wenigen sehr bekannten Namen, die jedoch (bezogen auf ihren Anteil an den Gesamtflächen im Ruhrgebiet) keineswegs dominant sind. So erreichen die größten Möbelanbieter XXXLutz, Ostermann, Poco und IKEA zusammengenommen gerade einmal 12 % der insgesamt über 3 Mio. m² Verkaufsfläche für alle Angebote rund um Haus und Garten.


Ähnlich sieht es bei den Baumärkten und Gartencentern aus, hier liegen weiterhin Hellweg und Hagebau vorn.


Annähernd zwei Drittel aller Flächen werden von kleineren, teilweise auch nur regional relevanten Unternehmen angeboten, so beispielsweise dem Baustoffhandel Bauen + Leben, dem Gartencenter Augsburg, Schley’s Blumenparadies oder dem Einrichter Gooran Haus & Garten.


Die in den vergangenen Jahren angekündigten Expansionsvorhaben einiger Möbelhäuser wurden bis heute nicht realisiert.

Discountformate gewinnen auch im Nonfood-Bereich immer mehr an Bedeutung

Infolge des dynamisch wachsenden Onlineanteils sind Verkaufsflächen für Unterhaltungselektronik mittlerweile rückläufig: Vielfach werden bestehende Objekte verkleinert, teilweise auch ganz aufgegeben. Marktbeherrschend sind in diesem seit jeher preisaggressiven Segment weiterhin Saturn und MediaMarkt.


Nach dem Bedeutungsverlust der Warenhäuser und der SB-Warenhäuser („Einmal hin, alles drin“) sah es einige Zeit so aus, als würden nur hochspezialisierte Fachmärkte in die Lücke vorstoßen, die breit aufgestellte Anbieter hinterließen. Mittlerweile hat sich aber mit Tedi, Action, Kodi und Thomas Philipps eine eigene Kategorie etabliert, die sich durch Discountorientierung und teils stetigen Sortimentswechsel von den branchenspezifischen Fachmärkten und Kaufhäusern unterscheidet.

 

Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

 

Gleiches gilt für den Anbieter Woolworth, der als kleines Warenhausformat zuletzt sehr expansiv war, die Flächenverluste von Karstadt und Kaufhof aber nicht kompensieren konnte.


Die Verkaufsfläche dieser Formate hat sich im Ruhrgebiet seit 2010 auf rund 154.000 m² nahezu verdreifacht.


Als typische Nachnutzer von aufgegebenen Lebensmittelmärkten (meist Discountern) deckt inzwischen vor allem der weiterhin sehr expansive niederländische Betreiber Action den Grundbedarf an kleineren Standorten ab. Teilweise wird diese Funktion aber auch von Drogeriemärkten (dm, Rossmann, Müller) erfüllt, die auf die jeweils lokale Wettbewerbssituation mit modularem Aufbau ihrer Märkte reagieren können.

Innenstädte

Dortmund und Essen bleiben mit deutlichem Abstand vor Duisburg, Bochum und Hagen die flächenstärksten Innenstädte und bieten deutlich größere Fashionflächen als die Neue Mitte (CentrO) in Oberhausen und der Ruhr Park in Bochum.

Fashion bleibt trotz Online-Konkurrenz führende Innenstadtbranche
Quelle: BBE Handelsberatung GmbH

In den größten Innenstädten im Ruhrgebiet dominieren weiterhin Bekleidung, Schuhe und Sport als traditionelle Leitbranchen. Für viele Menschen stellten Kauf- und Warenhäuser traditionell ein wesentliches Motiv für den (Innenstadt-)Besuch dar. Allerdings zeichnen sich auch in den mit Abstand führenden Einkaufsstädten Dortmund und Essen strukturelle Veränderungen ab. Dabei spielen Lebensmittelmärkte – als Frequenzbringer in Mittelstädten und Nebenzentren von großer Bedeutung – hier nur eine sehr geringe Rolle.

 

Karstadt, Iserlohn

 

Eine besondere Situation ist in einigen Städten durch die Aufgabe von Warenhausstandorten der Galeria Karstadt Kaufhof GmbH entstanden. Für das Ruhrgebiet ist das Thema jedoch nicht neu und hat sich in den letzten Jahren bereits in den Strukturdaten niedergeschlagen. Mit der Schließung von Kaufhof in Dortmund, Essen, Hamm und Witten sowie Karstadt in Iserlohn wird der Bedeutungsverlust des Warenhauses aber offensichtlich.


Branchenexpert*innen sind sich einig, dass es vor allem beim stationären Bekleidungs- und Schuhhandel einen deutlichen Flächenrückgang geben wird. Allerdings müssen Prognosen über das Ausmaß und die besonders betroffenen Standorte regelmäßig an die sehr dynamische Entwicklung im Einzelhandel angepasst werden. Dabei ist auch festzustellen, dass die gegenwärtige Pandemie-Situation meist nicht ursächlich für die erwarteten bzw. bereits erfolgten Geschäftsaufgaben ist, sondern längerfristige Trends (wie insbesondere der zunehmende Onlinehandel) hierdurch nur verstärkt werden.

 

Forum, Duisburg

 

Die Rangordnung der Innenstädte des Ruhrgebietes nach Verkaufsfläche („650+“) sieht erwartungsgemäß die Innenstädte der Oberzentren vorn. Dabei sind die Abstände zwischen den führenden Standorten Dortmund, Essen und Duisburg im Vergleich zu allen weiteren Innenstädten erheblich. Einziger Sonderfall ist die als zentraler Versorgungsbereich definierte „Neue Mitte Oberhausen“ (CentrO), die mehr Fläche als Duisburg anbietet und beim typischen Leitsortiment Bekleidung nahezu die Dimension der beiden führenden Städte Dortmund und Essen erreicht.

Welche Zukunft hat der Standort Innenstadt?

Für alle Innenstädte gab es bereits vor der aktuellen „Lockdown“-Situation strukturelle Probleme und Frequenzverluste. Hier zeichnet sich deutlich ein Rückzug des Einzelhandels aus den schwächeren Lagen der Großstädte bzw. aus den kleineren Zentren ab. Viele zentrale Versorgungsbereiche müssen hinsichtlich ihrer zukünftigen Nutzungen neu definiert und umgestaltet werden. Eine ausschließliche Ausrichtung auf den Einzelhandel wird es kaum noch geben. Schwächere Innenstädte werden im besten Fall Nahversorgungsstandorte bleiben.


Aber es gibt auch Hoffnung: Unter dem Anpassungsdruck des wachsenden Onlinehandels und der Corona-Krise entstehen vielerorts neue Geschäftsmodelle, die sehr häufig auch über stationäre Läden in den Städten verankert sind, wenn auch meist nur in kleinflächigen Formaten. Initiativen wie die „Stadtretter“ stoßen bundesweit auf großes Interesse und die Aufmerksamkeit bei der Politik und Öffentlichkeit ist spürbar gestiegen.


Das Land NRW hat ein „Sofortprogramm zur Stärkung der Innenstädte und Zentren“ aufgelegt, mit dem es Maßnahmen in Höhe von insgesamt 70 Mio. € fördert, die dem Attraktivitätsverlust vieler Cities infolge von Frequenzrückgängen, Leerständen und Schließungen entgegenwirken sollen.
Solidaritätsaktionen allein werden aber den (inhabergeführten) Facheinzelhandel nicht retten können. Auch mit dem vielerorts aus der Not heraus improvisierten „Call & Collect“/„Click & Collect“ kommen vielleicht kleine Buchhandlungen durch den Lockdown, für Bekleidungs- und Schuhgeschäfte ist es aber nicht ausreichend.

Kommunale Einzelhandelskonzepte

Kommunale Einzelhandelskonzepte werden weiterhin flächendeckend fortgeschrieben und fehlen nur in vier kleineren von insgesamt 84 Kommunen.

Einzelhandels- und Zentrenkonzepte müssen neu definiert werden

Bis auf wenige Ausnahmen bei kleineren Kommunen (Kerken, Rheurdt, Sonsbeck, Breckerfeld) gibt es im Ruhrgebiet flächendeckend Einzelhandelskonzepte zur Steuerung der Einzelhandelsentwicklung, von denen die meisten noch hinreichend aktuell sind. Zuletzt wurden Fortschreibungen durchgeführt in Bedburg-Hau, Bottrop, Geldern, Hamm, Kamen, Recklinghausen, Selm, Unna und Wesel, weitere sind unter anderem in Datteln, Essen und Hagen in Bearbeitung.

Unter dem Eindruck der zunehmenden Digitalisierung und verstärkt durch die Corona-Krise wird deutlich, dass die am Bauplanungsrecht orientierten kommunalen Einzelhandelskonzepte zwar weiterhin als wichtiges Instrument zur Orientierung und Begründung der Bauleitplanung benötigt werden. Es fällt aber auch auf, dass es damit für eine Reihe aktueller Herausforderungen noch keine Lösung gibt. Während die Einhegung der städtebaulich nicht erwünschten „Grünen Wiese“ inzwischen weitgehend gelungen ist, verändern sich die Innenstädte hinsichtlich ihrer räumlichen und funktionalen Schwerpunkte. Zentrale Versorgungsbereiche werden immer häufiger enger als bisher abgegrenzt und sollen in Zukunft weitaus mehr als „nur“ die Leitfunktion Handel bieten. Es wird erforderlich, die Situation aller Haupt-, Neben- und Nahversorgungszentren neu zu bewerten und zu prüfen, welche Funktionen nicht nur für die Stadtentwicklung wünschenswert sind, sondern auch wirtschaftlich tragfähig realisiert werden können. Einzelne „Schlüsselimmobilien“ müssen dabei als Teil größerer Quartiere verstanden und neu entwickelt werden. Aus ehemaligen Kauf- oder Warenhäusern werden gemischtgenutzte Objekte, deren Einzelhandelsanteil insgesamt niedriger wird und in einigen Fällen gar nicht mehr vorhanden ist. Stattdessen werden vor allem in den Obergeschossen Dienstleistungen, Büroflächen (auch „Co-Working“), Freizeit- und Kulturangebote sowie Wohnraum entstehen. Möglich sind auch City-Logistik, Hotels oder Verwaltungseinrichtungen.

Auch im Ruhrgebiet legen die Städte mittlerweile größeren Wert auf eine Verknüpfung der sektoralen Perspektive eines Einzelhandelskonzeptes und dem breiteren Ansatz etwa eines ISEKs.

Untersuchungsdesign und Methodik

Der IHK-Handelsreport Ruhr ist ein bewährtes Produkt der sechs Industrie- und Handelskammern im Ruhrgebiet. Der, im zweijährigen Turnus erscheinende, Report wurde auf Basis umfangreicher Recherchen und Vor-Ort-Erhebungen – im Ruhrgebiet und dem westlich angrenzenden Kreis Kleve und dem Märkischen Kreis im Südosten – erstellt.

Untersuchungsraum Ruhrgebiet: Ein großes Stück NRW

Der Untersuchungsraum umfasst nicht nur das Ruhrgebiet im engeren Sinne, sondern auch den westlich angrenzenden Kreis Kleve und den Märkischen Kreis im Südosten. In diesem sehr heterogen strukturierten (Ballungs-)Raum leben mit mehr als 5,8 Mio. Einwohner*innen mehr Menschen als in einigen kleineren Bundesländern. Nahezu ein Drittel der Bewohner*innen von Nordrhein-Westfalen (NRW) lebt in einer der 84 Kommunen des Ruhrgebiets, darunter sind mit Bochum, Dortmund, Duisburg, Essen und Hagen allein fünf Oberzentren.

Methodische Hinweise

Die dem Handelsreport Ruhr 2021 zugrunde gelegten Daten zum Einzelhandelsbestand wurden auf Basis einer umfangreichen Recherche (Presseberichte, Einzelhandelskonzepte) und einer Vor-Ort-Erhebung aller Einzelhandelsbetriebe mit mindestens 650 m² Verkaufsfläche gewonnen.

Die Vor-Ort-Erhebungen wurden im Zeitraum Oktober und November 2020 durchgeführt.

 

Die zentralen Versorgungsbereiche (ZVB) wurden aus den jeweils aktuellen kommunalen Einzelhandelskonzepten übernommen.

 

Soziodemographische Basisdaten wurden Veröffentlichungen von Statistik NRW und dem Regionalverband Ruhr entnommen. Grundlagendaten zum Einzelhandel entstammen der BBE Marktforschung, dem IFH Institut für Handelsforschung und MB Research.

Downloads

IHK & Ansprechpartner*innen vor Ort

IHK Mittleres Ruhrgebiet

Ostring 30-32

44787 Bochum

Jennifer Duggen

Tel.: +49 234 9113-248

E-Mail: duggen@netzn.ihk.de

www.netzn.ihk.de


IHK zu Dortmund

Märkische Straße 120

44141 Dortmund

Patrick Voss

Tel.: +49 231 5417-153

E-Mail: p.voss@dortmund.ihk.de

www.dortmund.ihk24.de/

 

Niederrheinische IHK zu Duisburg

Mercatorstraße 22–24

47051 Duisburg

Marc Sextro

Tel.: +49 203 2821-221

E-Mail: sextro@niederrhein.ihk.de

www.ihk-niederrhein.de/

 

IHK zu Essen

Am Waldthausenpark 2

45127 Essen

Sandra Schmitz

Tel.: +49 201 1892-154

E-Mail: sandra.schmitz@essen.ihk.de

 www.essen.ihk24.de/

 

IHK Nord Westfalen

Rathausplatz 7

45894 Gelsenkirchen

Lena Majnaric

Tel.: +49 209 388-563

E-Mail: majnaric@ihk-nordwesfalen.de

www.ihk-nordwestfalen.de/

 

Südwestfälische IHK zu Hagen

Bahnhofstraße 18

58095 Hagen

Tina Nöcke

Tel.: +49 2331 390-277

E-Mail: noecke@hagen.ihk.de

www.sihk.de/

Impressum

Industrie- und Handelskammern Ruhrgebiet

Vertreten durch die Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen
Am Waldthausenpark 2
45127 Essen

Postadresse: 45117 Essen

Fon: 0201 / 1892 – 0
Fax: 0201 / 1892 – 172

E-Mail: ihkessen@essen.ihk.de

Internet: www.essen.ihk24.de

Weiterlesen

Bankverbindung

 

IHK zu Essen
Sparkasse Essen
IBAN: DE45 3605 0105 0000 2766 00
Swift (BIC): SPESDE3EXXX
Alternativ:

Kontonummer: 276 600, BLZ 360 501 05
Die Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen ist eine Körperschaft des öffentlichen Rechts.

 

Vertretungsberechtigte:

 

Gemäß § 7 Abs. 2 IHKG i.V. m. § 7 Ziff. 7.3 der Satzung der IHK zu Essen vertreten der Präsident und der Hauptgeschäftsführer die IHK rechtsgeschäftlich und gerichtlich. Für die Geschäfte der laufenden Verwaltung ist der Hauptgeschäftsführer allein vertretungsberechtigt.

Präsidentin: Jutta Kruft-Lohrengel
Hauptgeschäftsführer: Dr. jur. Gerald Püchel

 

Aufsichtsbehörde:

 

 Ministerium für Wirtschaft, Innovation, Digitalisierung und Energie des Landes Nordrhein-WestfalenBerger Allee 25 in 40213 Düsseldorf

Verantwortlich für das journalistisch-redaktionelle Angebot im Sinne des § 18 Abs. 2 MStV: Yvonne Schumann, Am Waldthausenpark 2, 45127 Essen

Bildquellenangaben: Viele unserer Bilder stammen von http://www.thinkstockphotos.de/ und von http://www.istockphoto.com

 

Impressum und soziale Netzwerke

Das Impressum bezieht auch unsere Auftritt in den sozialen Netzwerken ein. Diese sind zur Zeit: Twitter, Facebook, Instagram

 

Haftungsausschluss

 

Alle Dokumente und Dateien, die Sie im Internetangebot der IHK finden, wurden von uns mit größtmöglicher Sorgfalt erstellt.Wir übernehmen keine Haftung für Vollständigkeit und inhaltliche Richtigkeit, es sei denn, der IHK wird vorsätzliche oder grob fahrlässige Pflichtverletzung nachgewiesen.

Wir sind zudem nicht verantwortlich für Inhalt, Vollständigkeit oder Richtigkeit von externen Internetseiten, auf die von unseren Seiten verlinkt wird. Auf die Gestaltung und die Inhalte dieser Seiten haben wir keinerlei Einfluss und distanzieren uns ausdrücklich von den Inhalten. Die Links dienen lediglich der Information von Besuchern unserer Seiten und beabsichtigen keine Wertung der entsprechenden Inhalte. Für illegale, fehlerhafte oder unvollständige Inhalte sowie für Schäden, die aus der Nutzung fremder Informationen entstehen, haftet allein der Anbieter der Seite, auf welche verwiesen wurde. Sollten Sie Kenntnis von rechtswidrigen Inhalten von Websites anderer Anbieter erhalten, die Sie über unser Angebot per Hyperlink besuchen können, bitten wir um einen Hinweis an simone.stachelhaus@essen.ihk.de, damit wir den Verweis auf das entsprechende Angebot aufheben können.

 

Onlinestreitbeilegung und Verbraucherstreitbeilegung

 

„Informationen zur Online-Streitbeilegung gem. Art. 14 Abs. 1 ODR-VO: Die Europäische Kommission stellt eine Plattform zur Online-Streitbeilegung (OS) bereit, die Sie unter https://ec.europa.eu/consumers/odr/ finden.
Informationen zur Verbraucherstreitbeilegung nach § 36 VSBG: Wir sind nicht bereit, an einem Streitbeilegungsverfahren vor einer Verbraucherschlichtungsstelle teilzunehmen und sind dazu auch nicht verpflichtet.

Datenschutzerklärung

Weiterlesen

Datenschutzerklärung der IHK zu Essen sowie Informationspflichten im Sinne der EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO)

 

I.    Name und Anschrift des Verantwortlichen

 

Der Verantwortliche im Sinne der DSGVO und anderer nationaler Datenschutzgesetze der Mitgliedsstaaten sowie sonstiger datenschutzrechtlicher Bestimmungen ist die:Industrie- und Handelskammer für Essen, Mülheim an der Ruhr, Oberhausen zu Essen (IHK zu Essen)
Am Waldthausenpark 2
45127 Essen
Postadresse: 45117 Essen
Fon: 0201 / 1892 – 0
Fax: 0201 / 1892 – 172
E-Mail: ihkessen@essen.ihk.de
Internet: www.essen.ihk24.de

 

II.    Name und Anschrift der Datenschutzbeauftragten

 

Die Datenschutzbeauftragte des Verantwortlichen ist:Ass. iur. Heidrun Raven
0201 1892-217
0201 1892-172 (Fax)
heidrun.raven@essen.ihk.de

 

III.    Bereitstellung der Website und Erstellung von Logfiles

 

1.  Beschreibung und Umfang der Datenverarbeitung
Unser Internetangebot wird bei der IHK Gesellschaft für Informationsverarbeitung mbH, Hörder Hafenstraße 5, 44263 Dortmund, gehostet. Dieser Dienstleister erhebt und speichert für uns folgende Informationen, die Ihr Endgerät automatisch übermittelt:

  • Browsertyp/ -version
  • verwendetes Betriebssystem
  • Referrer URL (die zuvor besuchte Seite)
  • IP-Adresse Ihres Endgeräts
  • Uhrzeit der Serveranfrage

 

2. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung
Rechtsgrundlage für die vorübergehende Speicherung der Daten und der Logfiles ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.

 

3. Zweck der Datenverarbeitung
Wir verwenden diese Informationen ausschließlich zur Optimierung und Fehleranalyse. Ein Abgleich mit anderen Datenbeständen oder eine Weitergabe an Dritte, auch in Auszügen, findet nicht statt. Wir behalten uns das Recht vor, diese Daten bei Verdacht auf eine rechtswidrige Nutzung unseres Internetauftrittes nachträglich zu kontrollieren und an befugte Dritte weiterzugeben.
In diesen Zwecken liegt auch unser berechtigtes Interesse an der Datenverarbeitung nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.


4.    Dauer der Speicherung
Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Erreichung des Zweckes ihrer Erhebung nicht mehr erforderlich sind. Im Falle der Erfassung der Daten zur Bereitstellung der Website ist dies der Fall, wenn die jeweilige Sitzung beendet ist. Die Daten werden spätestens nach 30 Tagen automatisch gelöscht.


5.    Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit
Die Erfassung der Daten zur Bereitstellung der Website und die Speicherung der Daten in Logfiles ist für den Betrieb der Internetseite zwingend erforderlich. Es besteht folglich seitens des Nutzers keine Widerspruchsmöglichkeit.

 

IV.    Verwendung von Cookies und Websiteanalysediensten

 

1) Beschreibung und Umfang der Datenverarbeitung
Die IHK zu Essen verwendet Dienste der etracker GmbH aus Hamburg, Deutschland (https://www.etracker.com) zur Analyse von Nutzungsdaten. Es werden dabei Cookies eingesetzt, die eine statistische Analyse der Nutzung dieser Website durch ihre Besucher sowie die Anzeige nutzungsbezogener Inhalte oder Werbung ermöglichen. Cookies sind kleine Textdateien, die vom Internet Browser auf dem Endgerät des Nutzers gespeichert werden.
etracker Cookies enthalten keine Informationen, die eine Identifikation eines Nutzers ermöglichen. Die mit etracker erzeugten Daten werden im Auftrag der IHK zu Essen von etracker ausschließlich in Deutschland verarbeitet und gespeichert und unterliegen damit den strengen deutschen und europäischen Datenschutzgesetzen und -standards. etracker wurde diesbezüglich unabhängig geprüft, zertifiziert und mit dem Datenschutz-Gütesiegel https://www.eprivacy.eu/kunden/vergebene-siegel/firma/etracker-gmbh/ ausgezeichnet.


2) Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung
Die Datenverarbeitung erfolgt auf der Rechtsgrundlage des Art. 6 Abs. 1 lit. f (berechtigtes Interesse) DSGVO. Da uns die Privatsphäre unserer Besucher besonders wichtig ist, wird die IP-Adresse bei etracker frühestmöglich anonymisiert und Anmelde- oder Gerätekennungen bei etracker zu einem eindeutigen, aber nicht einer Person zugeordneten Schlüssel umgewandelt. Eine andere Verwendung, Zusammenführung mit anderen Daten oder eine Weitergabe an Dritte erfolgt durch etracker nicht.


b) Zweck der Datenverarbeitung
Unser berechtigtes Interesse besteht in der Optimierung unseres Online-Angebotes und unseres Webauftritts. In diesen Zwecken liegt auch unser berechtigtes Interesse in der Verarbeitung der personenbezogenen Daten nach Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO.


c) Dauer der Speicherung, Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit
Sie können der vorbeschriebenen Datenverarbeitung jederzeit widersprechen, soweit sie personenbezogen erfolgt. Ihr Widerspruch hat für Sie keine nachteiligen Folgen.https://www.etracker.de/privacy?et=B09K9xWeitere Informationen zum Datenschutz bei etracker finden Sie https://www.etracker.com/datenschutz/.
Ihre Daten werden unter einem Pseudonym gespeichert. (Herkunftsseite, Besuchte IHK24-Seiten, Verweildauer je IHK24-Seite, Mausbewegung auf der IHK24-Seite, verwendetes Betriebssystem, verwendeter Browser, Bildschirmauflösung uvm.). Es werden keine personenbezogenen Daten gespeichert.
Durch die Entfernung des letzten Oktetts Ihrer IP-Adresse werden etwaig vorhandene personenbezogene Kundendaten unkenntlich gemacht. Dies erfolgt vor einer weiteren Auswertung der IP-Adresse im Rahmen des Services. Eine zuvorige Berichtigung und Sperrung personenbezogener Kundendaten ist nicht möglich. Zudem sind hiernach keine personenbezogenen Kundendaten zur Berichtigung, Sperrung oder Löschung vorhanden.

 

V.    Newsletter

 

Beschreibung und Umfang der Datenverarbeitung
Auf unserer Internetseite besteht die Möglichkeit, kostenfrei verschiedene Newsletter zu abonnieren. Dabei werden bei der Anmeldung zum Newsletter die Daten aus der Eingabemaske an uns übermittelt.

1 Beschreibung und Umfang der Datenverarbeitung
Für die Verarbeitung der Daten wird im Rahmen des Anmeldevorgangs Ihre Einwilligung eingeholt und auf diese Datenschutzerklärung verwiesen. Es erfolgt im Zusammenhang mit der Datenverarbeitung für den Versand von Newslettern keine Weitergabe der Daten an Dritte. Die Daten werden ausschließlich für den Versand des Newsletters verwendet.

2 Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten nach Anmeldung zum Newsletter ist Ihre Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.

3 Zweck der Datenverarbeitung
Die Erhebung Ihrer Daten dient ausschließlich dazu, den Newsletter zuzustellen.

4 Dauer der Speicherung
Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Erreichung des Zweckes ihrer Erhebung nicht mehr erforderlich sind. Die von Ihnen eingegebenen Daten werden demnach solange gespeichert, wie das Abonnement des Newsletters aktiv ist.

5 Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit
Das Abonnement des Newsletters kann durch Sie jederzeit gekündigt werden. Zu diesem Zweck findet sich in jedem Newsletter ein entsprechender Link, sie können auch eine der oben unter I. genannten Kontaktmöglichkeiten nutzen. Hierdurch widerrufen Siegleichzeitig Ihre Einwilligung in die Speicherung der während des Anmeldevorgangs erhobenen personenbezogenen Daten und widersprechen der Verwendung Ihrer Daten für die Zukunft.

 

VI.    Kontaktformulare und E-Mail-Kontakt

 

1. Beschreibung und Umfang der Datenverarbeitung
Auf unserer Internetseite sind Kontaktformulare vorhanden, welche für die elektronische Kontaktaufnahme genutzt werden können. Nehmen Sie diese Möglichkeit wahr, so werden die in der Eingabemaske eingegeben Daten an uns übermittelt und gespeichert.
Für die Verarbeitung der Daten wird im Rahmen des Absendevorgangs Ihre Einwilligung eingeholt und auf diese Datenschutzerklärung verwiesen.
Alternativ ist eine Kontaktaufnahme über die bereitgestellte E-Mail-Adresse möglich. In diesem Fall werden die mit der E-Mail übermittelten personenbezogenen Daten gespeichert. Es erfolgt in diesem Zusammenhang keine Weitergabe der Daten an Dritte. Die Daten werden ausschließlich für die Verarbeitung der Konversation verwendet.


2. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten ist bei Vorliegen einer Einwilligung des Nutzers Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten, die im Zuge einer Übersendung einer E-Mail übermittelt werden, ist Art. 6 Abs. 1 lit. f DSGVO. Zielt der E-Mail-Kontakt auf den Abschluss eines Vertrages ab, so ist zusätzliche Rechtsgrundlage für die Verarbeitung Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO.


3. Zweck der Datenverarbeitung
Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten aus der Eingabemaske dient uns allein zur Bearbeitung der Kontaktaufnahme. Im Falle einer Kontaktaufnahme per E-Mail liegt hieran auch das erforderliche berechtigte Interesse an der Verarbeitung der Daten. Die sonstigen während des Absendevorgangs verarbeiteten personenbezogenen Daten dienen dazu, einen Missbrauch des Kontaktformulars zu verhindern und die Sicherheit unserer informationstechnischen Systeme sicherzustellen.


4. Dauer der Speicherung
Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Erreichung des Zweckes ihrer Erhebung nicht mehr erforderlich sind. Für die personenbezogenen Daten aus der Eingabemaske des Kontaktformulars und diejenigen, die per E-Mail übersandt wurden, ist dies dann der Fall, wenn die jeweilige Konversation mit dem Nutzer beendet ist. Beendet ist die Konversation dann, wenn sich aus den Umständen entnehmen lässt, dass der betroffene Sachverhalt abschließend geklärt ist.


5. Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit
Der Nutzer hat jederzeit die Möglichkeit, seine Einwilligung zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten zu widerrufen. Nimmt der Nutzer per E-Mail Kontakt mit uns auf, so kann er der Speicherung seiner personenbezogenen Daten jederzeit widersprechen. In einem solchen Fall kann die Konversation nicht fortgeführt werden.

 

VII. Live-Chat

 

Auf unserer Internetseite besteht die Möglichkeit, mit uns über einen elektronischen Chat in Kontakt zu treten. Hierzu nutzen wir das Angebot der Firma Userlike UG (haftungsbeschränkt), Probsteigasse 44-46, 50670 Köln, welches auf unserer Internetseite eingebunden ist. Nehmen Sie diese Möglichkeit wahr, so werden die in der Eingabemaske eingegeben Daten an uns übermittelt. Für eine zügige Beantwortung ihrer Fragen verwenden wir die Einstellung Live Preview.
Zum Zeitpunkt der Absendung der Nachricht werden Datum und Uhrzeit der Registrierung gespeichert. Es werden keine Daten hinsichtlich Tracking oder Standort erhoben.Beim Start des Chats fallen personenbezogene Daten an.
Datum und Uhrzeit des Aufrufs,
Browsertyp/ -version,
IP-Adresse,
verwendetes Betriebssystem,
URL der zuvor besuchten Webseite,
Menge der gesendeten Daten.
Vorname, Name
E-Mail AdresseJe nach Gesprächsverlauf mit unseren Mitarbeitern, können im Chat weitere personenbezogene Daten anfallen, die durch Sie eingetragen werden. Die Art dieser Daten hängt stark von Ihrer Anfrage ab oder dem Problem, welches Sie uns schildern.
Die Verarbeitung der in der Eingabemaske eingegebenen Daten dient allein zur Beantwortung der gestellten Frage(n) und zur Optimierung des angebotenen Services. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten ist § 1 IHKG i. V. m. Art. 6 Abs. 1 c) sowie Art.  6 Abs. 1 f) DSGVO. In dem Anspruch Ihre Fragen korrekt zu beantworten liegt das erforderliche berechtigte Interesse an der Verarbeitung der Daten nach Art. 6 Abs. 1 f) DSGVO.
Die sonstigen während des Absendevorgangs verarbeiteten personenbezogenen Daten dienen dazu, einen Missbrauch des Kontaktformulars zu verhindern und die Sicherheit unserer informations-technischen Systeme sicherzustellen. Hierin liegt das erforderliche berechtigte Interesse an der Verarbeitung der Daten nach Art. 6 Abs. 1 f) DSGVO.
Die personenbezogenen Daten werden weitergegeben an:
An den zur Bearbeitung Ihrer Anfrage zuständigen Ansprechpartner in der IHK.
Im Rahmen der Bereitstellung des Internetauftritts werden Daten von unseren Auftragnehmern, wie z. B. dem Hoster der Website verarbeitet.
Die gespeicherten Daten aus der Eingabemaske des Chatformulars werden nach vier Wochen automatisch gelöscht.

 

VIII. Anmeldungen zu Veranstaltungen

 

1.    Beschreibung und Umfang der Datenverarbeitung
Auf unserer Internetseite ist eine Möglichkeit zur Anmeldung zu Veranstaltungen vorhanden. Nehmen Sie diese Möglichkeit wahr, so werden die in der Eingabemaske eingegeben Daten an uns übermittelt und gespeichert.
Für die Verarbeitung der Daten wird im Rahmen des Absendevorgangs Ihre Einwilligung eingeholt und auf diese Datenschutzerklärung verwiesen.
Es erfolgt in diesem Zusammenhang keine Weitergabe der Daten an Dritte. Die Daten werden ausschließlich für die Anmeldung zur Veranstaltung verwendet.


2. Rechtsgrundlage für die Datenverarbeitung
Rechtsgrundlage für die Verarbeitung der Daten ist bei Vorliegen einer Einwilligung des Nutzers Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO.


3. Zweck der Datenverarbeitung
Die Verarbeitung der personenbezogenen Daten aus der Eingabemaske dient uns allein zur Bearbeitung Ihrer Anmeldung zu einer Veranstaltung. Im Falle einer Kontaktaufnahme per E-Mail liegt hieran auch das erforderliche berechtigte Interesse an der Verarbeitung der Daten.
Die sonstigen während des Absendevorgangs verarbeiteten personenbezogenen Daten dienen dazu, einen Missbrauch des Kontaktformulars zu verhindern und die Sicherheit unserer informationstechnischen Systeme sicherzustellen.


4. Dauer der Speicherung
Die Daten werden gelöscht, sobald sie für die Erreichung des Zweckes ihrer Erhebung nicht mehr erforderlich sind. Für die personenbezogenen Daten aus der Eingabemaske ist dies dann der Fall, wenn die jeweilige Veranstaltung abschließend bearbeitet wurde. Bei kostenfreien Veranstaltungen ist dies z. B. nach Durchführung der Veranstaltung.


5. Widerspruchs- und Beseitigungsmöglichkeit
Sie haben jederzeit die Möglichkeit, Ihre Einwilligung zur Verarbeitung der personenbezogenen Daten zu widerrufen. Dazu finden Sie eine entsprechende Kontaktadresse in der Ihnen zur Veranstaltung zugeleiteten E-Mail.

 

IX.    social media

 

Durch die IHK zu Essen werden keine Social Media Plugins gesetzt, sondern sogenannte Social Bookmarks. Diese sind auf der Webseite lediglich als Link zu den entsprechenden Diensten eingebunden. Nach dem Anklicken der eingebundenen Grafik wird der Nutzer auf die Seite des jeweiligen Anbieters weitergeleitet.

 

X. Anzeige von YouTube-Videos

 

Auf unserem Internetauftritt haben wir Videos des Anbieters YouTube eingebunden (YouTube LLC, 901 Cherry Avenue, San Bruno, CA 94066, USA, vertreten durch Google Inc. mit Sitz in Google Ireland Limited, Gordon House, 4 Barrow St, Dublin, D04 E5W5, Irland ).
Unsere Videos haben wir im sogenannten „erweiterten Datenschutzmodus“ eingebettet, um Ihnen eine datenschutzfreundliche Ansicht zu ermöglichen. Wenn Sie die Videos abspielen, wird eine Verbindung zu einem YouTube-Server hergestellt. Hierdurch wird an YouTube übermittelt, welche unserer Internetseiten Sie besucht haben.
Wenn Sie dabei als Mitglied bei YouTube eingeloggt sind, ordnet YouTube diese Information Ihrem persönlichen Benutzerkonto zu. Bei Nutzung des Dienstes, wie z.B. Anklicken des Start-Buttons eines Videos wird diese Information ebenfalls Ihrem Benutzerkonto zugeordnet. Sie können diese Zuordnung verhindern, indem Sie sich vor der Nutzung unseres Internetauftrittes aus ihrem YouTube-Benutzerkonto sowie anderen Benutzerkonten der Firmen YouTube LLC und Google Inc. abmelden und die entsprechenden Cookies der Firmen löschen. Weitere Informationen zur Datenverarbeitung und Hinweise zum Datenschutz durch YouTube finden Sie unter www.google.de/intl/de/policies/privacy/.

 

XI.    Allgemeines zur Datenverarbeitung durch die IHK zu Essen

 

1.  Umfang der Verarbeitung personenbezogener Daten
Wir verarbeiten personenbezogene Daten unserer Nutzer sowie unserer Mitgliedsunternehmen grundsätzlich nur, soweit dies zur Bereitstellung einer funktionsfähigen Website sowie unserer Inhalte und Leistungen erforderlich ist. Die Verarbeitung personenbezogener Daten unserer Nutzer erfolgt regelmäßig nur nach Einwilligung des Nutzers. Eine Ausnahme gilt in solchen Fällen, in denen eine vorherige Einholung einer Einwilligung aus tatsächlichen Gründen nicht möglich ist und die Verarbeitung der Daten durch gesetzliche Vorschriften gestattet ist.


2. Rechtsgrundlage für die Verarbeitung personenbezogener Daten
a. Gesetzliche Grundlagen für die Datenverarbeitung
Eine solche gesetzliche Vorschrift stellt das Gesetz zur vorläufigen Regelung des Rechts der Industrie- und Handelskammern (IHKG) dar. Dieses enthält gesetzliche Regelungen zu einer Reihe von Zwecken:
–    Wahrnehmung des Gesamtinteresses der Wirtschaft, § 1 IHKG
–    Förderung der gewerblichen Wirtschaft, § 1 IHKG
–    Information und Beratung der Mitglieder, § 1 IHKG
–    Erhebung von Beiträgen, § 3 IHKG
–    Durchführung von Wahlen zur IHK-Vollversammlung, § 5 IHKG
–    Übermittlung von Daten an nicht-öffentliche Stellen zur Anbahnung von Geschäftsbeziehungen oder sonstigen dem Wirtschaftsverkehr dienenden Zwecken, § 9 IHKG
Darüber hinaus finden sich weitere gesetzliche Grundlagen in der DSGVO (insbesondere Art. 6 DSGVO), dem BDSG sowie im DSG NRW.
b. Woher stammen die Daten?
Gemäß § 9 Abs.1 Satz 1 IHKG sind die Industrie- und Handelskammern berechtigt, die nach § 14 Absatz 8 Satz 1 Nummer 1 und Satz 2 der Gewerbeordnung (GewO) sowie der Rechtsverordnung nach § 14 Absatz 14 der GewO genannten Daten der Kammerzugehörigen zu verarbeiten. Entsprechend dieser Berechtigung haben wir – im Falle einer Mitgliedschaft – folgende Angaben zu Ihrer Person bzw. zu Ihrem Unternehmen gespeichert:
–    Familienname
–    Vorname
–    Geburtsdatum
–    Anschrift
–    Rechtsform
–    Firma
–    Gründungsdatum
–    Datum der Gewerbeanzeige (auch An- und Abmeldung)
–    Wirtschaftszweig
–    Wirtschaftszweigschwergewicht
–    Bezieher IHK-Zeitschrift
–    Datensperrkennzeichen


c. Welche Daten für welche Aufgabe?
aa. gesetzliche Aufgaben
Diese Daten wurden uns entsprechend der oben genannten gesetzlichen Grundlage von der zuständigen Gewerbebehörde übermittelt. Zweck der Speicherung dieser Daten ist die Erfüllung der uns nach dem IHKG oder anderen Gesetzen übertragenen Aufgaben (z. B. Berufsbildung).
Neben den oben angeführten Angaben haben wir für unsere internen Verwaltungszwecke weitere folgende Daten gespeichert:
–    Zugang zur Kammer
–    Zeitpunkt der letzten Änderung
–    Identnummer
–    Grundsätzliche Beitragspflichtigkeit
–    Beitreibgemeinde
–    Wahlgruppe und -bezirk betreffend die Kammerwahlen
Diese Daten wurden von uns selbst angelegt und werden ausschließlich zu Verwaltungszwecken verarbeitet. Eine Übermittlung an Dritte erfolgt nicht mit Ausnahme von für die Wahl zur Vollversammlung relevanten Daten.
Gemäß § 9 Abs. 2 IHKG sind die Industrie- und Handelskammern weiter berechtigt, zur Festsetzung der Beiträge Kammerzugehöriger die Bemessungsgrundlagen bei den Finanzbehörden zu erheben. Dementsprechend haben wir von Ihnen folgende Daten gespeichert:
–    Steuernummer
–    Bemessungsgrundlagen, d.h. Gewerbeerträge/Gewinne der Beitragsjahre inkl. Festsetzungsdatum
–    Vorläufige Bemessungsgrundlagen, d.h. Gewerbeerträge, die den vorläufigen Veranlagungen zugrunde liegen.
Über diese Daten verfügen wir gemäß § 9 Abs. 2 IHKG aufgrund der Übermittlung durch die Finanzämter. Diese Daten werden ausschließlich zum Zweck der Beitragsfestsetzung verarbeitet. Eine Übermittlung dieser Daten an Dritte erfolgt nicht.
Ergänzend zu internen Verwaltungszwecken haben wir zu diesem Bereich noch folgende Daten gespeichert:
–    Zum Soll gestellte, d.h. veranlagte Grundbeiträge und Umlagen sowie das jeweilige Datum des Bescheids.
–    Bezahlte Grundbeiträge und Umlagen sowie das jeweilige Datum der Zahlung sowie die Zahlungswege.
Diese Daten wurden von uns selbst angelegt und werden grundsätzlich ausschließlich zu internen Verwaltungszwecken verwendet. Eine Übermittlung solcher Daten an nicht-öffentliche Stellen erfolgt nicht.
Lediglich Angaben über offene Beträge der von uns festgesetzten Beiträge werden gegebenenfalls an öffentliche Stellen weitergegeben, sofern dies zur Erfüllung unserer Aufgaben oder der anfragenden öffentlichen Stelle erforderlich ist. Namentlich sind hier die Fälle der Beitreibung, Gewerbeuntersagung oder der Widerruf gewerberechtlicher Erlaubnisse zu nennen. Andere der genannten Daten werden auch an öffentliche Stellen nicht weitergegeben.
Unter Beachtung gesetzlicher Aufbewahrungsfristen und dem Löschkonzept der IHK zu Essen werden die Daten so lange gespeichert, wie eine Mitgliedschaft bei der IHK besteht.
Weiterhin haben die Industrie- und Handelskammern gemäß § 1 IHKG i. V. m. §§ 32, 76 Berufsbildungsgesetz (BBiG) u. a. die Berufsbildung zu überwachen. Im Rahmen unserer Pflicht zur Überwachung der Ausbildung müssen wir uns ein umfassendes Bild vom Ausbildungsbetrieb machen. Zur Erfüllung dieser Aufgabe speichern wir bei Ausbildungsbetrieben zusätzlich folgende Daten:
–    Name und Anschrift der Ausbildenden, Anschrift der Ausbildungsstätte, Wirtschaftszweig, ggf. Zugehörigkeit zum öffentlichen Dienst
–    Namen, Geschlecht und Geburtsdaten der Ausbilder sowie Art der fachlichen Eignung
–    Anzahl der zusätzlichen Fachkräfte
–    aktuelle Zahl der Auszubildenden in den jeweiligen Ausbildungsjahren, Abkürzungen der Ausbildungszeit, vorzeitige Lösungen von Ausbildungsverträgen
–    Namen, Anschriften, Geburtsdaten und Prüfungstermine der aktuellen Auszubildenden
–    Ausbildungsberuf einschließlich Fachrichtung
–    aktuelle und frühere Ausbildungsverträge des Betriebes (d. h. Name des jeweiligen Azubis, Vertragsbeginn und –ende, Ausbildungsberuf einschließlich Fachrichtung, Datum des Abschlusses des Ausbildungsvertrags, Ausbildungsdauer, Dauer der Probezeit)
–    Art der Förderung bei überwiegend öffentlich, insbesondere auf Grund des Dritten Buches Sozialgesetzbuch geförderten Berufsausbildungsverhältnissen
–    Beschwerden
–    Besuchsberichte (Inhalt: Grund des Besuchs, Name des Ausbildungsberaters, Namen der Gesprächspartner, Stichworte zum Gesprächsinhalt).
Die Überwachungspflicht beginnt mit dem ersten Ausbildungsverhältnis und endet erst, wenn ein Betrieb nicht mehr existiert oder nicht mehr ausbildet. Die Daten werden ausschließlich zur Erfüllung unserer gesetzlichen Pflichten im Rahmen der Ausbildung gespeichert.
Zusätzlich speichert die IHK zu Essen von Auszubildenden folgende Daten:-    Geschlecht, Staatsangehörigkeit, allgemeinbildender Schulabschluss, vorausgegangene Teilnahme an berufsvorbereitender Qualifizierung oder beruflicher Grundbildung sowie berufliche Vorbildung der Auszubildenden, ggf. Name, Vorname und Anschrift der gesetzlichen Vertreter
–    Ausbildungsberuf einschließlich Fachrichtung
Zur Durchführung von Abschluss-, Umschulungs- und Fortbildungsprüfungen speichern wir von den Prüfungsteilnehmerinnen und Prüfungsteilnehmern – zusätzlich – folgende Daten:
–    Geschlecht, Geburtsjahr, Berufsrichtung, Vorbildung, Wiederholungsprüfung, Art der Prüfung, Prüfungserfolg
Bei ehrenamtlich in der Vollversammlung, Ausschüssen etc. für die IHK tätigen Personen erfolgt eine Verarbeitung der für die Arbeit des Gremiums erforderlichen personenbezogenen Daten, insbesondere von Name, Vorname und Kontaktdaten, auf der Grundlage der §§ 4, 5, 6, 8 IHKG sowie der Satzungen der IHK.
bb. Übermittlung
Hinsichtlich der Übermittlung dieser Daten ist zu unterscheiden zwischen der Weitergabe an öffentliche und nicht-öffentliche Stellen:
aaa. Öffentliche Stellen
Zur Wahrung berechtigter Interessen von Dritten, zur Verfolgung von Straftaten oder zur Abwehr von Gefahren für die staatliche oder öffentliche Sicherheit sind wir gesetzlich verpflichtet, personenbezogene Daten auf schriftliche Aufforderung an befugte Stelle zu übermitteln. Ferner werden die vorstehend genannten Daten von uns an öffentliche Stellen weitergegeben, sofern dies zur Erfüllung unserer Aufgaben oder der Aufgaben der anfragenden öffentlichen Stelle erforderlich ist oder eine gesetzliche Grundlage (z. B. Landesdatenschutzgesetz NRW) besteht. Eine Weitergabe an nicht-öffentliche Stellen erfolgt nicht.
bbb. Übermittlung in Drittländer
Eine Übermittlung von Daten der IHK-Mitglieder findet nicht statt. Nur bei Vorliegen einer Einwilligung dazu werden Daten z. B. an Auslandshandelskammern übermittelt.
d. Wo werden meine Daten verarbeitet?
Ihre Daten werden grundsätzlich in Deutschland verarbeitet. Die IHK zu Essen unterliegt als öffentliche Stelle den Vorschriften der DSGVO, spezialgesetzlicher Regelungen und dem Landesdatenschutzgesetz NRW.
Die IHK zu Essen lässt die Daten auch von Dienstleistern aufgrund entsprechender vertraglicher Vereinbarungen verarbeiten.
e. Wie lange werden die Daten aufbewahrt?
Aufbewahrungsfristen ergeben sich aus den gesetzlichen Regelungen zur Aufgabenübertragung auf die IHK, aus dem Satzungsrecht der IHK und/oder aus steuerrechtlichen Aspekten. Darüber hinaus besteht ein Löschkonzept.
Regelungen zu den Pflichten der IHK, den Wirtschaftsarchiven bestimmte Dokumente zur Verfügung zu stellen, ergeben sich aus der DSGVO, dem Landesdatenschutzgesetz NRW und den Landesarchivgesetzen.

3.  Fotohinweise

Die IHK zu Essen fertigt im Rahmen von Veranstaltungen, Sitzungen, Seminaren etc. Fotografien an, so dass es möglich ist, dass wir in dieser Weise personenbezogenen Daten von Ihnen verarbeiten. Rechtsgrundlage dafür ist Art. 6 Abs. 1 Satz 1 lit. f DSGVO. Unser berechtigtes Interesse liegt dabei an einer bebilderten Berichterstattung. Wenn Sie eine Veranstaltung der IHK zu besuchen, zeigen Sie Ihr Gesicht im öffentlichen Raum. Mit der Anfertigung von Fotos und deren Verbreitung in der Öffentlichkeit ist kein schwerer Eingriff in Individualrechte verbunden, sodass die Interessenabwägung zugunsten der IHK zu Essen ausfällt.

4. Datenlöschung und Speicherdauer
Die personenbezogenen Daten der betroffenen Person werden gelöscht oder gesperrt, sobald der Zweck der Speicherung entfällt. Eine Speicherung kann darüber hinaus erfolgen, wenn dies durch den europäischen oder nationalen Gesetzgeber in unionsrechtlichen Verordnungen, Gesetzen oder sonstigen Vorschriften, denen der Verantwortliche unterliegt, vorgesehen wurde. Eine Sperrung oder Löschung der Daten erfolgt auch dann, wenn eine durch die genannten Normen vorgeschriebene Speicherfrist abläuft, es sei denn, dass eine Erforderlichkeit zur weiteren Speicherung der Daten für einen Vertragsabschluss oder eine Vertragserfüllung besteht.

 

XII.    Rechte der betroffenen Person

 

Werden personenbezogene Daten von Ihnen verarbeitet, sind Sie Betroffener i.S.d. DSGVO und es stehen Ihnen folgende Rechte gegenüber der IHK zu Essen zu:


1.    Auskunftsrecht
Sie können von der IHK zu Essen eine Bestätigung darüber verlangen, ob personenbezogene Daten, die Sie betreffen, von uns verarbeitet werden.
Liegt eine solche Verarbeitung vor, können Sie von der IHK zu Essen über folgende Informationen Auskunft verlangen:
– die Zwecke, zu denen die personenbezogenen Daten verarbeitet werden;
– die Kategorien von personenbezogenen Daten, welche verarbeitet werden;
– die Empfänger bzw. die Kategorien von Empfängern, gegenüber denen die Sie betreffenden personenbezogenen Daten offengelegt wurden oder noch offengelegt werden;
– die geplante Dauer der Speicherung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten oder, falls konkrete Angaben hierzu nicht möglich sind, Kriterien für die Festlegung der Speicherdauer;
– das Bestehen eines Rechts auf Berichtigung oder Löschung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten, eines Rechts auf Einschränkung der Verarbeitung durch den Verantwortlichen oder eines Widerspruchsrechts gegen diese Verarbeitung;
– das Bestehen eines Beschwerderechts bei einer Aufsichtsbehörde;
– alle verfügbaren Informationen über die Herkunft der Daten, wenn die personenbezogenen Daten nicht bei der betroffenen Person erhoben werden;
– das Bestehen einer automatisierten Entscheidungsfindung einschließlich Profiling gemäß Art. 22 Abs. 1 und 4 DSGVO und – zumindest in diesen Fällen – aussagekräftige Informationen über die involvierte Logik sowie die Tragweite und die angestrebten Auswirkungen einer derartigen Verarbeitung für Sie.
Ihnen steht das Recht zu, Auskunft darüber zu verlangen, ob die Sie betreffenden personenbezogenen Daten in ein Drittland oder an eine internationale Organisation übermittelt werden. In diesem Zusammenhang können Sie verlangen, über die geeigneten Garantien gem. Art. 46 DSGVO im Zusammenhang mit der Übermittlung unterrichtet zu werden.


2.    Recht auf Berichtigung
Sie haben ein Recht auf Berichtigung und/oder Vervollständigung gegenüber der IHK zu Essen, sofern die verarbeiteten personenbezogenen Daten, die Sie betreffen, unrichtig oder unvollständig sind. Die IHK zu Essen hat die Berichtigung unverzüglich vorzunehmen.


3.    Recht auf Einschränkung der Verarbeitung
Unter den folgenden Voraussetzungen können Sie die Einschränkung der Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten verlangen:
– wenn Sie die Richtigkeit der Sie betreffenden personenbezogenen für eine Dauer bestreiten, die es der IHK zu Essen ermöglicht, die Richtigkeit der personenbezogenen Daten zu überprüfen;
– die Verarbeitung unrechtmäßig ist und Sie die Löschung der personenbezogenen Daten ablehnen und stattdessen die Einschränkung der Nutzung der personenbezogenen Daten verlangen;
– die IHK zu Essen die personenbezogenen Daten für die Zwecke der Verarbeitung nicht länger benötigt, Sie diese jedoch zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen benötigen, oder
– wenn Sie Widerspruch gegen die Verarbeitung gemäß Art. 21 Abs. 1 DSGVO eingelegt haben und noch nicht feststeht, ob die berechtigten Gründe der IHK zu Essen gegenüber Ihren Gründen überwiegen.
Wurde die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten eingeschränkt, dürfen diese Daten – von ihrer Speicherung abgesehen – nur mit Ihrer Einwilligung oder zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen oder zum Schutz der Rechte einer anderen natürlichen oder juristischen Person oder aus Gründen eines wichtigen öffentlichen Interesses der Union oder eines Mitgliedstaats verarbeitet werden.
Wurde die Einschränkung der Verarbeitung nach den o.g. Voraussetzungen eingeschränkt, werden Sie von der IHK zu Essen unterrichtet bevor die Einschränkung aufgehoben wird.


4.    Recht auf Löschung
a)    Löschungspflicht
Sie können von der IHK zu Essen verlangen, dass die Sie betreffenden personenbezogenen Daten unverzüglich gelöscht werden, und die IHK zu Essen ist verpflichtet, diese Daten unverzüglich zu löschen, sofern einer der folgenden Gründe zutrifft:
– Die Sie betreffenden personenbezogenen Daten sind für die Zwecke, für die sie erhoben oder auf sonstige Weise verarbeitet wurden, nicht mehr notwendig.
– Sie widerrufen Ihre Einwilligung, auf die sich die Verarbeitung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a oder Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO stützte, und es fehlt an einer anderweitigen Rechtsgrundlage für die Verarbeitung.
– Sie legen gem. Art. 21 Abs. 1 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein und es liegen keine vorrangigen berechtigten Gründe für die Verarbeitung vor, oder Sie legen gem. Art. 21 Abs. 2 DSGVO Widerspruch gegen die Verarbeitung ein.
– Die Sie betreffenden personenbezogenen Daten wurden unrechtmäßig verarbeitet.
– Die Löschung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten ist zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung nach dem Unionsrecht oder dem Recht der Mitgliedstaaten erforderlich, dem die der IHK zu Essen unterliegt.
– Die Sie betreffenden personenbezogenen Daten wurden in Bezug auf angebotene Dienste der Informationsgesellschaft gemäß Art. 8 Abs. 1 DSGVO erhoben.
b)    Information an Dritte
Hat die IHK zu Essen die Sie betreffenden personenbezogenen Daten öffentlich gemacht und ist sie gem. Art. 17 Abs. 1 DSGVO zu deren Löschung verpflichtet, so trifft sie unter Berücksichtigung der verfügbaren Technologie und der Implementierungskosten angemessene Maßnahmen, auch technischer Art, um für die Datenverarbeitung Verantwortliche, die die personenbezogenen Daten verarbeiten, darüber zu informieren, dass Sie als betroffene Person von ihnen die Löschung aller Links zu diesen personenbezogenen Daten oder von Kopien oder Replikationen dieser personenbezogenen Daten verlangt haben.
c)    Ausnahmen
Das Recht auf Löschung besteht nicht, soweit die Verarbeitung erforderlich ist
– zur Ausübung des Rechts auf freie Meinungsäußerung und Information;
– zur Erfüllung einer rechtlichen Verpflichtung, die die Verarbeitung nach dem Recht der Union oder der Mitgliedstaaten, dem die IHK zu Essen unterliegt, erfordert, oder zur Wahrnehmung einer Aufgabe, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die der IHK zu Essen übertragen wurde;
– aus Gründen des öffentlichen Interesses im Bereich der öffentlichen Gesundheit gemäß Art. 9 Abs. 2 lit. h und i sowie Art. 9 Abs. 3 DSGVO;
– für im öffentlichen Interesse liegende Archivzwecke, wissenschaftliche oder historische Forschungszwecke oder für statistische Zwecke gem. Art. 89 Abs. 1 DSGVO, soweit das unter Abschnitt a) genannte Recht voraussichtlich die Verwirklichung der Ziele dieser Verarbeitung unmöglich macht oder ernsthaft beeinträchtigt, oder
– zur Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.


5.    Recht auf Unterrichtung
Haben Sie das Recht auf Berichtigung, Löschung oder Einschränkung der Verarbeitung gegenüber der IHK zu Essen geltend gemacht, ist diese verpflichtet, allen Empfängern, denen die Sie betreffenden personenbezogenen Daten offengelegt wurden, diese Berichtigung oder Löschung der Daten oder Einschränkung der Verarbeitung mitzuteilen, es sei denn, dies erweist sich als unmöglich oder ist mit einem unverhältnismäßigen Aufwand verbunden.
Ihnen steht gegenüber der IHK zu Essen das Recht zu, über diese Empfänger unterrichtet zu werden.


6.    Recht auf Datenübertragbarkeit
Sie haben das Recht, die Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die Sie der IHK zu Essen bereitgestellt haben, in einem strukturierten, gängigen und maschinenlesbaren Format zu erhalten. Außerdem haben Sie das Recht diese Daten einem anderen Verantwortlichen ohne Behinderung durch die IHK zu Essen, dem die personenbezogenen Daten bereitgestellt wurden, zu übermitteln, sofern
– die Verarbeitung auf einer Einwilligung gem. Art. 6 Abs. 1 lit. a DSGVO oder Art. 9 Abs. 2 lit. a DSGVO oder auf einem Vertrag gem. Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO beruht und
– die Verarbeitung mithilfe automatisierter Verfahren erfolgt.
In Ausübung dieses Rechts haben Sie ferner das Recht, zu erwirken, dass die Sie betreffenden personenbezogenen Daten direkt von einem Verantwortlichen einem anderen Verantwortlichen übermittelt werden, soweit dies technisch machbar ist. Freiheiten und Rechte anderer Personen dürfen hierdurch nicht beeinträchtigt werden.
Das Recht auf Datenübertragbarkeit gilt nicht für eine Verarbeitung personenbezogener Daten, die für die Wahrnehmung einer Aufgabe erforderlich ist, die im öffentlichen Interesse liegt oder in Ausübung öffentlicher Gewalt erfolgt, die der IHK zu Essen übertragen wurde.


7.    Widerspruchsrecht
Sie haben das Recht, aus Gründen, die sich aus ihrer besonderen Situation ergeben, jederzeit gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten, die aufgrund von Art. 6 Abs. 1 lit. e oder f DSGVO erfolgt, Widerspruch einzulegen; dies gilt auch für ein auf diese Bestimmungen gestütztes Profiling.
Die IHK zu Essen verarbeitet die Sie betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr, es sei denn, sie kann zwingende schutzwürdige Gründe für die Verarbeitung nachweisen, die Ihre Interessen, Rechte und Freiheiten überwiegen, oder die Verarbeitung dient der Geltendmachung, Ausübung oder Verteidigung von Rechtsansprüchen.
Werden die Sie betreffenden personenbezogenen Daten verarbeitet, um Direktwerbung zu betreiben, haben Sie das Recht, jederzeit Widerspruch gegen die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten zum Zwecke derartiger Werbung einzulegen; dies gilt auch für das Profiling, soweit es mit solcher Direktwerbung in Verbindung steht.
Widersprechen Sie der Verarbeitung für Zwecke der Direktwerbung, so werden die Sie betreffenden personenbezogenen Daten nicht mehr für diese Zwecke verarbeitet.
Sie haben die Möglichkeit, im Zusammenhang mit der Nutzung von Diensten der Informationsgesellschaft – ungeachtet der Richtlinie 2002/58/EG – Ihr Widerspruchsrecht mittels automatisierter Verfahren auszuüben, bei denen technische Spezifikationen verwendet werden.


8.    Recht auf Widerruf der datenschutzrechtlichen Einwilligungserklärung
Sie haben das Recht, Ihre datenschutzrechtliche Einwilligungserklärung jederzeit zu widerrufen. Durch den Widerruf der Einwilligung wird die Rechtmäßigkeit der aufgrund der Einwilligung bis zum Widerruf erfolgten Verarbeitung nicht berührt.


9.    Automatisierte Entscheidung im Einzelfall einschließlich Profiling
Sie haben das Recht, nicht einer ausschließlich auf einer automatisierten Verarbeitung – einschließlich Profiling – beruhenden Entscheidung unterworfen zu werden, die Ihnen gegenüber rechtliche Wirkung entfaltet oder Sie in ähnlicher Weise erheblich beeinträchtigt. Dies gilt nicht, wenn die Entscheidung
– für den Abschluss oder die Erfüllung eines Vertrags zwischen Ihnen und der IHK zu Essen erforderlich ist,
– aufgrund von Rechtsvorschriften der Union oder der Mitgliedstaaten, denen die IHK zu Essen unterliegt, zulässig ist und diese Rechtsvorschriften angemessene Maßnahmen zur Wahrung Ihrer Rechte und Freiheiten sowie Ihrer berechtigten Interessen enthalten oder
– mit Ihrer ausdrücklichen Einwilligung erfolgt.
Allerdings dürfen diese Entscheidungen nicht auf besonderen Kategorien personenbezogener Daten nach Art. 9 Abs. 1 DSGVO beruhen, sofern nicht Art. 9 Abs. 2 lit. a oder g DSGVO gilt und angemessene Maßnahmen zum Schutz der Rechte und Freiheiten sowie Ihrer berechtigten Interessen getroffen wurden.
Hinsichtlich der in (1) und (3) genannten Fälle trifft die IHK zu Essen angemessene Maßnahmen, um die Rechte und Freiheiten sowie Ihre berechtigten Interessen zu wahren, wozu mindestens das Recht auf Erwirkung des Eingreifens einer Person seitens der IHK zu Essen, auf Darlegung des eigenen Standpunkts und auf Anfechtung der Entscheidung gehört.


10.    Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde
Unbeschadet eines anderweitigen verwaltungsrechtlichen oder gerichtlichen Rechtsbehelfs steht Ihnen das Recht auf Beschwerde bei einer Aufsichtsbehörde, insbesondere in dem Mitgliedstaat ihres Aufenthaltsorts, ihres Arbeitsplatzes oder des Orts des mutmaßlichen Verstoßes, zu, wenn Sie der Ansicht sind, dass die Verarbeitung der Sie betreffenden personenbezogenen Daten gegen die DSGVO verstößt.
Die Aufsichtsbehörde, bei der die Beschwerde eingereicht wurde, unterrichtet den Beschwerdeführer über den Stand und die Ergebnisse der Beschwerde einschließlich der Möglichkeit eines gerichtlichen Rechtsbehelfs nach Art. 78 DSGVO.Wo kann ich mich bei Datenschutzverstößen beschweren?
Aufsichtsbehörde:
Landesbeauftragte für Datenschutz und Informationsfreiheit Nordrhein-Westfalen
Kavalleriestr. 2-4
40213 Düsseldorf
Telefon: 0211/38424-0
Fax: 0211/38424-10
E-Mail: poststelle@ldi.nrw.de

 

Änderungen dieser Datenschutzerklärung

Wir behalten uns das Recht vor, diese Datenschutzerklärung jederzeit mit Wirkung für die Zukunft zu ändern. Die jeweils aktuelle Version ist auf unserem Internetauftritt verfügbar. Bitte besuchen Sie unseren Internetauftritt regelmäßig auf und informieren Sie sich über die jeweils geltenden Datenschutzbestimmungen.Stand: September 2019